CHRONIK


Für die Gründung der Musikkapelle im Jahre 1956 war ein Musikfest im benachbarten Burghausen ausschlaggebend. Die Jugendfreunde Franz Kneißl, Josef Esterbauer, Josef Mayer, sowie Felix, Rudolf und Johann Asen waren durch das Musikfest in Burghausen so angetan, dass Sie beschlossen, in Hochburg/Ach eine Kapelle zu gründen. So wurde im Februar 1956 das erste Treffen mit Adam Klaar, einem aus dem Banat stammenden Musiker, abgehalten.
Geprobt wurde das erste mal in der Ziegelei Hanselbauer, bei der, außer den Vorbenannten auch Felix Asen sen. sowie Vinzenz Zwickl anwesend waren. Noten und Instrumente stammten aus Teilbeständen der ehem. Pamermusik, sowie von Adam Klaar. Geprobt wurde fleißig, da im Mai 1956 die erste Ausrückung anstand. Die Musik spielte beim Empfang von Bundespräsident Schärf in Ach.

Von links nach rechts: Felix Asen sen., Vinzenz Zwickel, Adam Klaar, Johann Asen, Felix Asen, Josef Esterbauer, Josef Mayer, Rudolf Asen. Franz Kneißl mußte die Schulbank drücken
Von links nach rechts: Felix Asen sen., Vinzenz Zwickel, Adam Klaar, Johann Asen, Felix Asen, Josef Esterbauer, Josef Mayer, Rudolf Asen. Franz Kneißl mußte die Schulbank drücken

Von diesem Zeitpunkt an spielte die Musikkapelle Hochburg/Ach für die örtlichen Vereine und bei kirchlichen Anlässen.
Seit 1956 gibt es auch das Turmblasen bei der Christmette.
1957 vermittelte Sebastian Esterbauer Franz Amrhein von der Wackermusik als Kapellmeister nach Hochburg/Ach.
Von 1957 bis 1958 zogen die Familien Eberharter, Gruber und Grünbacher von Tirol nach Hochburg und verstärkten die Musikkapelle.
Mit Robert Weickl kam 1958 der erste Stabführer zum Einsatz. Und wie es der Brauch ist, wurde der Stabführer durch zwei Marketenderinnen unterstützt (Gruber Erna u. Glöcklhofer Anna).
Zugetragen bei einer Marschprobe 1958: Franz Amhrein erklärt Robert Weickl eine Drehung mit dem Stab so emotional, dass er Robert Weickl mit der Kugel am Kopf trifft. Der Aufprall war so heftig, dass die Kugel zersprang.

1959 reiste die Musik zum Musikfest nach Surheim (Bayern). Durch diesen Auftritt wurden die Veranstalter der Salzburger Dult auf unsere Musik aufmerksam und engagierten sie für die Salzburger Dult. Aus diesem Engagement wurde eine Tradition, die bis ins Jahr 1976 andauerte.

Musikkapelle, 1959
Musikkapelle, 1959

 Wie der Zufall so spielt, war auf der Salzburger Dult der Weinhändler Riepl vertreten, der für das 1. Golser Weinfest eine Kapelle suchte, und sie in der Musikkapelle Hochburg/Ach fand. 1968 ging es dann zum erstenmal für 11 Tage nach Gols (Burgenland). Gerne erinnert man sich an die Liveübertragung eines Frühschoppens im Rundfunk, sowie an die zahlreichen Hochburg-Acher, die zu den Auftritten mitreisten. So haben sich auch manch lustige Geschichten zwischen Bierzelt und Weingärten zugetragen ....

1972 fand der leider letzte Auftritt in Gols statt.
Die Auftritte wurden bis 1963 in den eigenen Steiereranzügen bestritten. 1963 fand die einheitliche Einkleidung der Kapelle statt. Nach Entwurf von Prof. Franz Lipp vom Heimatwerk Linz wurde die Tracht angefertigt, die bis heute fast unverändert (bis auf die Stutzen) getragen wird.

Damenkapelle Hochburg-Ach 1966 in Saalfelden
Damenkapelle Hochburg-Ach 1966 in Saalfelden

1966 erhielt die Kapelle eine ungewöhnliche Anfrage aus Saalfelden. Für den Faschingszug wurde eine Damenkapelle gesucht. Man überlegte nicht lange und nahm den Auftrag an. Die Musikerfrauen schneiderten hübsche Dirndln für die Musiker und so war die erste Hochburg-Acher Damenkapelle gegründet. Der Erfolg war ihnen gewiss, und es folgten Auftritte in den Jahren 1970, 1974 und 1978.
1969 entstand in Hochburg das erste Musikheim im Bezirk Braunau. Bis 1969 wurde im Haus der Familie Asen (Hinterhofer) mit 22 Musikern geprobt. Durch den Platzmangel entschlossen sich die Musiker ein Musikheim in Eigenregie zu errichten. Von der Familie Asen (Hinterhofer) wurde der benötigte Grund zur Verfügung gestellt. 1969 konnte das Musikheim offiziell eingeweiht werden. Der Familie Asen möchten wir für die langjührige Unterstützung der Kapelle unseren Dank aussprechen. Dieses Musikheim ist bis heute unsere musikalische Heimat geblieben. Jedoch stehen wir heute vor der gleichen Situation wie 1969, dass unser Musikheim für unsere 45 Musiker einfach zu klein ist.

 

1971 folgte ein Gastspiel mit dem ATSV Mattighofen in St. Michaeli (Südtirol).
1972 führte uns eine Reise in den Spessart, der Heimat von Franz Amrhein. Durch ihn war unsere Kapelle sehr erfolgreich im benachbarten Bayern vertreten. Auftritte im Landkreis Altötting, im angrenzenden Niederbayern, sowie im Landkreis Traunstein gehören bis heute zum Terminkalender der Musikkapelle Hochburg-Ach.
1978 übernahm Hermann Eberharter die musikalische Leitung der Kapelle aus den Händen von Franz Amrhein.

1980 hatten wir die Gelegenheit, mit den “Salzachtaler Stamm Burghausen” zum Fest der Dorfgemeinschaft Debstedt (Bremerhaven) zu fahren. Dass aus dieser Fahrt eine Partnerschaft werden sollte, die mittlerweile 24 Jahre andauert, konnte damals niemand ahnen. Federführend für diese Partnerschaft darf man Reinhard Graff (Dorfgemeinschaft Debstedt), der für seine Verdienste 1999 als Ehrenmitglied in unsere Musikkapelle aufgenommen wurde, sowie Lorenz Neumayr (Kontaktmann zwischen Salzachtaler Stamm Burghausen und Dorfgemeinschaft Debstedt) erwähnen. Diese lange Freundschaft führte uns in den Jahren 1983, 1987, 1990, 1993 und 1999 immer wieder nach Debstedt.

Fest der Dorfgemeinschaft Debstedt 1999, Reinhard Graff als Gastdirigent
Fest der Dorfgemeinschaft Debstedt 1999, Reinhard Graff als Gastdirigent

1983 war ein unglückliches Jahr- Gründungsobmann Felix Asen sen. verließ uns für immer.
1984 nahm unsere Kapelle am Landesmusikfest in Linz teil. In einem Marschblock von 5 Musikkapellen zog der Festzug durch die oberösterreichische Landeshauptstadt.
1986 feierten wir am 14. und 15. Juni unser 30-jähriges Gründungsfest. Eine Besonderheit an diesem Samstag Abend war der Auftritt der Blaskapelle Hans Makos, die damals zum ersten Mal in unserer Gegend spielte.
1991 traf die Musikkapelle ein weiterer Schicksalschlag - Ehrenkapellmeister Franz Amrhein wurde zu Grabe getragen.

"Früh übt sich"
"Früh übt sich"

1994 beteiligte sich unsere Kapelle zum zweiten Mal an einem Landesmusikfest, welches in Wels stattfand. In diesem Jahr wurde die Kapelle neu eingekleidet. Aus diesem Anlaß wurde zum ersten Mal in Hochburg-Ach und Überackern ein Neujahranblasen durchgeführt. Wir möchten uns bei den Gemeindebürgern von Hochburg-Ach und Überackern sehr herzlich für die stets gute Aufnahme beim Neujahranblasen bedanken.

1996 wird am 13. und 14. Juli zum 40-jährigen Gründungsfest nach Hochburg eingeladen. Dieses besondere Fest wurde mit den örtlichen Vereinen und den umliegenden Nachbarkapellen im kleinen Rahmen gefeiert.

Bis zur Eröffnung der Musikschule in Hochburg wurden die Jungmusiker von Mitgliedern der Kapelle ausgebildet. 1995 war es dann soweit - in Hochburg wurde eine Zweigstelle der Musikschule Ostermiething eröffnet. Die sehr positive Zusammenarbeit mit dem Lehrkörper der Musikschule widerspiegelt sich in der Anzahl der Jungmusiker, die in der Musikschule eine sehr fundierte musikalische Ausbildung erfahren.
In Zusammenarbeit mit der Musikschule präsentiert sich unsere Kapelle jährlich vor den Schulkinder von Hochburg und Ach.

20.03.2008: Die Damen unserer Musikkapelle bekommen ein Dirndlkleid!

Die Musikkapelle besteht nun schon zu 30% aus Musikerinnen.

Diesem Trend zur Folge wurde einem schon seit einigen Jahren vorgebrachten Wunsch unserer Musikerinnen, ein Dirndlkleid anzuschaffen, nachgekommen.

 

21.03.2009 Übergabe Taktstock an Geisberger Toni

Am Samstag, den 21. März 2009 war es wieder so weit.

Mit dem Stück „Festmarsch Opus 452“ von Johann Strauss wurde das Frühjahrskonzert der Musikkapelle heuer erstmals von Anton Geisberger am Dirigentenpult eröffnet. Wie schon in der Einladung angekündigt, übergab Felix Asen den Taktstock heuer im Jänner an Anton Geisberger, der in Zukunft die musikalische Gesamtleitung der Musikkapelle übernimmt.

 

Er und Obmann Josef Esterbauer bedankten sich bei Felix Asen für den persönlichen Einsatz und die großartige Jugend- und Nachwuchsarbeit, die er in seinen 17 Jahren  an der musikalischen Spitze geleistet hat. Denn neben der Musikschule in Hochburg war es nicht zuletzt auch sein Verdienst, dass die Musikkapelle zu einem richtigen Blasorchester mit über 60 Musikerinnen und Musikern heranwuchs.

Am 09.05.2009 war es endlich soweit! Die Musikkapelle Hochburg-Ach zog in das neue Musikheim ein!

13.09.2014: 35 Jahre Freundschaft mit Dorfgemeinschaft Debstedt!

 

"Willkommen in Debstedt" hieß es für uns Musiker und Musikerinnen der Musikkapelle Hochburg-Ach im September. Bereits seit über 30 Jahren pflegen wir eine Freundschaft mit dem Heimatverein in Debstedt, nähe Bremerhaven.

 

Am 11.09. um 3:00 Uhr war es soweit, wir starteten unsere lange 12-stündige Reise in Richtung Norddeutschland.

Unsere Musiker sind mittlerweile auch in Debstedt keine unbekannten Gesichter mehr, so war die Freude sehr groß, nach sieben Jahren alte Bekannte des norddeutschen Städtchens wieder zu sehen. Doch auch die neuen Musiker knüpften schnell Kontakte, was nicht zuletzt an der großartigen Gastfreundschaft der Debstedter liegt.

Es wurde ausgelassen geplaudert und über alte Geschichten gesprochen, denn nach so vielen vergangenen Jahren des letzten Besuches hatte man sich vieles zu erzählen.

Wie bereits in den letzten Jahren, war auch diesmal wieder die Showband aus Kärnten "Die Karawanken", sowie eine Dorfgemeinschaft aus Holland mit von der Partie, um gemeinsam mit uns und den Einwohnern des kleinen Ortes im Norden Deutschlands 4 Tage lang zu feiern.

 

 

Auf Bezirksebene beteiligt sich unsere Kapelle seit 1959 an Konzertwertungen sowie seit 1964 an Marschwertungen.
Das Frühjahrskonzert ist ein fixer Bestandteil im kulturellen Jahreskreis unserer Gemeinde.
Die Musikkapelle Hochburg-Ach versteht sich in erster Linie als örtlicher Kulturträger zur Gestaltung von Gemeindefeiern, kirchlichen Anläßen, Hochzeiten und zur Umrahmung von Festen der örtlichen Vereine.
Im Jahr absolviert unsere Kapelle ca. 70 Proben und 60 Ausrückungen. Dies bedeutet, dass ein Musiker ca. jeden 3. Tag für die Musik im Einsatz steht.

Kapellmeister

1956              Adam Klaar
1957-1978    Franz Amrhein
1978-1992    Hermann Eberharter
1992-2008   Felix Asen

2008-2017   Anton Geisberger

seit 2017      Christian Geisberger

 

Obmänner

1965-1980   Felix Asen sen.
1980-1983   Franz Kneissl
1983-1995   Josef Asen
1995-2000   Franz Kneissl
2000-2017   Josef Esterbauer

seit 2017      Klemens Hofer